Osteopathie 2018-02-26T05:33:57+00:00

Osteopathie

Liebe Patienten,

aufgrund von verschiedenen Rechtsstreitigkeiten und Abmahnungen bezüglich der Werbung für osteopathische Behandlungen weisen wir explizit darauf hin, dass nach schulmedizinischen Aspekten die Wirksamkeit von osteopathischen Heilmethoden, bezüglich verschiedener Krankheitsbilder, umstritten ist. Wer sich über die Wirksamkeit von osteopathischen Behandlungen aus Sicht der Bundesärztekammer informieren will, sei der Bericht des Vorstandes der Bundesärztekammer empfohlen. Diesen finden Sie in einer Zusammenfassung hier: http://www.aerzteblatt.de/archiv/66809

Als Fazit wird dort folgendes mitgeteilt: …. „osteopathische Techniken“ (sind) in Deutschland bereits der Heilkunde zuzurechnen und können als Bestandteil und Erweiterung der Manuellen Medizin betrachtet werden.

Wir bitten Sie, bei Fragen telefonisch in Kontakt mit uns zu treten. Wir geben Ihnen gerne Informationen auf diesem Wege weiter.

Während in der Schulmedizin immer häufiger Laborwerte und bildgebende Verfahren wie Röntgen, Kernspintomographie, etc. zur Diagnosestellung beitragen müssen, können in der Osteopathie ganz ohne Hilfsmittel – allein mit den Händen – Funktionsstörungen im Körper aufgespürt werden.

Was auf den ersten Blick nach „Handauflegen“ klingt, ist eine fundierte manuelle Therapiemethode, die auf der Grundlage des Wissens der Anatomie, Physiologie und Embryologie beruht.

„Leben ist Bewegung“, „der Mensch ist eine Einheit“, „Form und Funktion bedingen sich gegenseitig“, sind nur einige Grundsätze in dem osteopathischen Konzept. Alles im Körper ist in Bewegung, miteinander verbunden und beeinflusst sich gegenseitig, nicht nur Muskeln und Gelenke, auch Organe, Knochen, Sehnen, Bänder u.s.w. Ist diese Bewegung gestört, entstehen Einschränkungen, die der Körper versucht auszugleichen. Mehren sich diese Einschränkungen oder kann der Körper diese nicht mehr kompensieren, können Schäden an der betroffenen Struktur entstehen und Krankheiten ausbrechen.

Dabei äußern sich die Beschwerden manchmal erst nach vielen Jahren. Häufig treten Symptome an einer ganz anderen Stelle auf, als ihre Ursachen zu finden sind. So kann sich z.B. ein Nierenproblem auf das Becken auswirken oder ein Verdauungsproblem auf das Kiefergelenk.

In der Osteopathie werden die verschiedenen Zusammenhänge im Organismus berücksichtigt und der Körper in seiner Gesamtheit gesehen. Ziel der Behandlung ist es, Funktionsstörungen aufzufinden und Kompensationen von Dysfunktionen zu unterscheiden.

Warum Osteopathie auch für Säuglinge?

Schon im Mutterleib muss ein Fötus auf viele Dinge mit Kompensation reagieren ( z.B. Stress der Mutter, Enge in der Gebärmutter). Auch nach der Geburt geht das „Kompensieren“ weiter (Lageanomalien, schwere und verlängerte Geburt).

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Geschichte der Osteopathie

Begründet wurde die Osteopathie durch den amerikanischen Arzt Dr. Andrew Taylor Still (1828-1917) am 22. Juni 1874. Still wandte sich nach dem Tod seiner ersten Frau und vier seiner Söhne von der damaligen Schulmedizin ab. In jahrelanger Forschung erkannte er, dass der Mensch in Gesundheit und Krankheit als Einheit reagiert. Er untersuchte die Beziehungen unterschiedlicher Organsysteme und kannte deren Wechselwirkungen. Diese betrachtete er im Kontext zu den Naturgesetzen. Auf dieser Grundlage entwickelte Still das ganzheitliche Konzept einer Behandlung, die ausschließlich mit den Händen erfolgt. Daraus entstand die Osteopathie, als alternativmedizinisches Behandlungskonzept.

Im Jahre 1892 gründete Still die „American School of Osteopathy“ in Kirksville (Missouri). Seit dieser Zeit entwickelt sich die Osteopathie ständig weiter. So gab William Garner Sutherland (1872-1954) mit der Beschreibung der primären Respirationsbewegung der Lehre eine Vielzahl neuer Impulse und bildete damit die Grundlage für die kraniosakrale Osteopathie. Die amerikanischen Osteopathen erreichten in langen Auseinandersetzungen die gesetzliche Anerkennung ihres Berufs und die Gleichstellung mit den Medizinern. In Amerika bedeutet der Titel DO „Doctor of Osteopathic Medicine“ und der Titel MD „Medical Doctor“. Mit anderen Worten, in Amerika sind Osteopathen Ärzte.

Im Jahre 1917 brachte John Martin Littlejohn die Osteopathie nach Europa, genauer gesagt nach England. Erst im Jahre 1951 entstand die erste Osteopathieschule auf dem europäischen Festland. Es handelte sich um die Ecole Francaise d’Osteopathie in Paris. In den 1980er Jahren ergänzten die französischen Osteopathen Jean-Pierre Barral und Jacques Weischenck das Konzept um den viszeralen Bereich, indem sie Untersuchungs- und Behandlungsmethoden der inneren Organe in die osteopathische Medizin integrierten. Die Unterscheidung dieser drei Ebenen (parietale, kraniosakrale und viszerale Osteopathie) ist eher eine formale, da in der praktischen Anwendung alle Bereiche ineinander übergreifen.

Während in England die Osteopathie seit einigen Jahren als Hochschulstudium anerkannt ist, gründeten sich die ersten Osteopathieschulen in Deutschland erst in den 80er Jahren.

Auch wenn die Osteopathie in Deutschland eine noch junge Therapiemethode darstellt, beruht sie als ganzheitliches Verfahren auf einem soliden historischen und wissenschaftlichen Fundament.

Die Osteopathie als Medizin darf nur von Ärzten oder Heilpraktikern ausgeübt werden, weil sie als Heilkunde gilt.

Gesundheitszentrum Heinze

Inhaberin: Andrea Mira Jegoroff
Heilpraktikerin
Staatliche Weiterbildungsbezeichnung Osteopathin (Hessen)

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